Digitaltag Vaduz: Future Skills - Kompetenzen für die Zukunft

aufklappen   Einklappen  
Workshop

Future Skills Workshop: Kompetenzen für die digitale Zukunft im Fokus

Rund 35 Vertreterinnen und Vertreter aus dem Mitgliederkreis von digital-liechtenstein.li haben sich am 22. September 2026 an der Universität Liechtenstein in Vaduz intensiv mit den Kompetenzen der Zukunft auseinandergesetzt. Beim Workshop «Future Skills – Kompetenzen für die digitale Zukunft» wurden aktuelle Studienergebnisse präsentiert, strategische Herausforderungen diskutiert und konkrete Handlungsfelder für Unternehmen erarbeitet.

Der exklusive Workshop wurde von digital-liechtenstein.li gemeinsam mit der Universität Liechtenstein und der Stiftung Zukunft.li durchgeführt. Damit wurde ein Thema aufgegriffen, das in der Digitalen Roadmap für Liechtenstein strategisch verankert ist: Die Standortinitiative versteht sich als Plattform und Impulsgeberin für die Aus- und Weiterbildung im Bereich Future Skills. Zum Auftakt begrüsste Martin Knöpfel von digital-liechtenstein.li die rund 35 Teilnehmenden und führte in Zielsetzung und Ablauf des Workshops ein. Dabei wurde der Bogen von der strategischen Verankerung von Future Skills über aktuelle Studien und Analysen bis hin zu den konkreten Herausforderungen für Unternehmen und möglichen nächsten Schritten gespannt.

Was sind Future Skills?
Unter Future Skills werden lernbare, zukunftsorientierte Handlungskompetenzen verstanden, die in einer sich wandelnden Arbeits- und Lebenswelt besonders wichtig sind oder künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Sie befähigen Menschen dazu, in beruflichen, gesellschaftlichen und persönlichen Kontexten souverän und verantwortungsbewusst zu handeln und Veränderungen aktiv mitzugestalten. Future Skills umfassen Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Einstellungen und Werthaltungen. Gerade mit Blick auf Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und die zunehmende Veränderung von Tätigkeitsprofilen gewinnt dieses breite Verständnis von Kompetenzen für Unternehmen und Organisationen weiter an Bedeutung.

Future Skills sind in der Digitalen Roadmap verankert
Das Thema Future Skills ist auch Bestandteil der strategischen Arbeit von digital-liechtenstein.li. In der Digitalen Roadmap für Liechtenstein ist «Bildung und Arbeit» eines von sechs zentralen Handlungsfeldern. Die Roadmap formuliert konkrete Ziele und Massnahmen, mit denen die digitale Entwicklung des Wirtschaftsstandorts gemeinsam mit Wirtschaft, Staat und Wissenschaft vorangetrieben werden soll. digital-liechtenstein.li fördert dabei als Plattform und Impulsgeberin die Aus- und Weiterbildung im Bereich Future Skills. Die dahinterstehende Vision: Die Kompetenzen der Menschen bilden einen wesentlichen Grundpfeiler einer zukunftsorientierten Gesellschaft, die mit technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen umgehen und diese aktiv mitgestalten kann. Future Skills gehören deshalb auch zu den aktuellen Roadmap-Projekten der Standortinitiative. Geplant sind unter anderem wiederkehrende Erhebungen bei Unternehmen und Behörden, um Kompetenzbedarfe sichtbar zu machen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Ziele des Future Skills Workshops
Der Workshop verfolgte drei zentrale Ziele.

  • Erstens sollte Transparenz über zukünftige Kompetenzanforderungen und Herausforderungen im Bereich Future Skills geschaffen werden.
  • Zweitens ging es darum, konkrete Handlungsbedarfe zu identifizieren und mögliche Formate zu entwickeln, mit denen Unternehmen diese Themen gezielt adressieren können.
  • Drittens sollte mit dem Workshop eine Grundlage für ein potenziell wiederkehrendes Future Skills Barometer geschaffen werden. Dieses könnte künftig Veränderungen bei Kompetenzanforderungen regelmässig sichtbar machen und Unternehmen Orientierung bei der Personal- und Organisationsentwicklung bieten.

Vier aktuelle Studien mit unterschiedlichen Perspektiven auf zukünftige Kompetenzanforderungen und Veränderungen in der Arbeitswelt
Einen zentralen Bestandteil des Workshops bildeten die Ergebnisse aus vier aktuellen Future Skills Studien und Analysen. Damit wurden internationale Entwicklungen ebenso berücksichtigt wie die spezifische Situation auf dem Liechtensteiner Arbeitsmarkt und in den heimischen Unternehmen.

M.Sc. Marie Scheuffele von der Universität Liechtenstein präsentierte eine internationale Analyse von Management-Stelleninseraten. Im Fokus stand die Frage, welche Kompetenzanforderungen sich in internationalen Management-Stelleninseraten zeigen und wie sich die Erwartungen an Führungskräfte verändern.

Dr. Béatrice Hasler von der Universität Liechtenstein präsentierte ausgewählte Ergebnisse des Global AI Adoption Survey und ordnete die Situation in Liechtenstein im internationalen Vergleich ein. Im Fokus standen wahrgenommene Effizienz- und Qualitätsgewinne durch KI, Lern- und Anpassungsbereitschaft sowie organisationale Lernmöglichkeiten und Trainingslücken.

Dr. Theresa Goop von der Stiftung Zukunft.li richtete den Blick auf KI im Liechtensteiner Arbeitsmarkt und beleuchtete Veränderungen von Tätigkeiten, Berufsbildern und Kompetenzanforderungen.

Die Perspektive der Unternehmen ergänzte Dr. Katrin Oettmeier von der Universität Liechtenstein mit Einblicken aus der Liechtensteiner Unternehmensbefragung zu. Diese Untersuchung zeigt auf, welche Future Skills Unternehmen vor Ort als relevant einschätzen und wo Herausforderungen beziehungsweise Handlungsbedarfe gesehen werden.

Die vier Perspektiven bildeten die fachliche Grundlage für die anschliessende interaktive Arbeit. Damit wurden internationale Entwicklungen, die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz und Einschätzungen aus Liechtensteiner Unternehmen miteinander verbunden.

Gruppenarbeit: Konkrete Handlungsfelder identifizieren
Im Anschluss an die fachlichen Inputs waren die Teilnehmenden selbst gefragt. In moderierten Gruppen wurde diskutiert, wo konkrete Handlungsfelder im Bereich Future Skills bestehen und mit welchen Formaten diese erschlossen werden können. Ein Schwerpunkt lag darauf, die Erkenntnisse aus den Studien mit den Erfahrungen aus dem Unternehmensalltag zu verbinden. Dabei wurde diskutiert, welche Kompetenzen in den kommenden Jahren besonders relevant werden könnten, wie Unternehmen den Aufbau dieser Kompetenzen unterstützen können und welche Formen des Erfahrungsaustauschs dafür geeignet sind. Ein weiterer zentraler Punkt war die Frage, welche Themen und Fragestellungen in ein mögliches Future Skills Barometer für Liechtenstein einfliessen sollten. Damit lieferten die Teilnehmenden konkrete Inputs für die weitere Entwicklung des Themas. Die Gruppenarbeiten wurden von den Workshopleiterinnen der Universität Liechtenstein und Stiftung Zukunft.li begleitet. Neben den Referentinnen wirkten dabei auch MMag. Claudia Riedmann von der Universität Liechtenstein an der Durchführung des Workshops mit.

Synthese: Was beschäftigt die Unternehmen besonders?
In der abschliessenden Synthese-Session wurden die Ergebnisse aus den Gruppen vorgestellt. Im Mittelpunkt standen drei übergeordnete Fragen: Welche Themen sind besonders häufig aufgetaucht? Wo besteht der grösste Handlungsbedarf? Und welche Ansätze eignen sich für eine Weiterführung über den Workshop hinaus? Dabei wurde deutlich, dass Future Skills nicht isoliert als Weiterbildungsthema betrachtet werden können. Vielmehr geht es darum, zukünftige Kompetenzanforderungen frühzeitig zu erkennen, sie mit der strategischen Entwicklung von Unternehmen zu verbinden und den Kompetenzaufbau in Personal- und Organisationsentwicklung zu integrieren. Die Diskussion zeigte auch, wie wichtig ein kontinuierlicher Austausch zwischen Unternehmen, Wissenschaft und weiteren Akteuren ist. Der Workshop schuf dafür einen Rahmen, in dem Erfahrungen geteilt, unterschiedliche Perspektiven zusammengebracht und mögliche gemeinsame Aktivitäten diskutiert werden konnten.

Future Skills: So geht es weiter
Die im Workshop gewonnenen Erkenntnisse sollen nun in die weiteren Aktivitäten von digital-liechtenstein.li einfliessen.

Die wichtigsten Learnings aus den Gruppenarbeiten werden zunächst zusammengefasst und weiter aufbereitet.

Auf Basis der laufenden Unternehmensbefragung von Liechtensteiner Unternehmen ist für Ende 2026 ein Future Skills Report vorgesehen. Dieser soll zentrale Kompetenzbedarfe in Liechtenstein sichtbar machen und eine Grundlage für weitere Aktivitäten schaffen.

Darüber hinaus wird die Einführung eines Future Skills Barometers als wiederkehrendes Format geprüft. Damit könnten Veränderungen bei Kompetenzanforderungen regelmässig erfasst und Entwicklungen über einen längeren Zeitraum beobachtet werden.

Auch der Austausch innerhalb der Community soll weitergeführt werden. Denkbar sind Roundtables und/oder Erfahrungsaustauschgruppen, in denen einzelne Themen vertieft und Erfahrungen sowie Best Practices zwischen Unternehmen geteilt werden können.

Bereits am 20. November 2026 werden Future Skills zudem am Digitaltag Vaduz im Kunstmuseum Liechtenstein erneut aufgegriffen und einer breiteren Öffentlichkeit nähergebracht.

Austausch beim Networking-Apéro
Nach den intensiven Arbeits- und Diskussionsphasen wurde der Austausch beim Networking-Apéro fortgesetzt. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, einzelne Fragestellungen weiter zu vertiefen, Erfahrungen aus ihren Unternehmen auszutauschen und neue Kontakte innerhalb der Community zu knüpfen. Workshops und Roundtables sind ein wichtiger Bestandteil der Vernetzungs- und Wissensaktivitäten von digital-liechtenstein.li.

Newsletter abonnieren

Immer informiert über aktuelle Events, Workshops und News zur Initiative digital-liechtenstein.li

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.