
Am 3. März fand im Technopark Liechtenstein in Vaduz ein Cyber Security Workshop von digital-liechtenstein.li statt. Der öffentliche Anlass wurde in Kooperation mit unseren Mitgliedsunternehmen sl.one, ensec AG sowie der Stabsstelle Cyber-Sicherheit durchgeführt. Beim Anlass diskutierten rund 40 Teilnehmende über aktuelle Herausforderungen, Strategien und konkrete Umsetzungsschritte für mehr Cyber-Resilienz.
Zum Auftakt begrüssten Patrick Stahl, digital-liechtenstein.li, und Andreas Moser von der ensec AG die Teilnehmenden gemeinsam. Sie betonten die strategische Relevanz von Cyber Security sowie die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Staat und spezialisierten Sicherheitsdienstleistern.
Impulsreferat zur aktuellen Bedrohungslage
Im Anschluss gab Michael Valersi, Leiter der Stabsstelle für Cyber-Sicherheit, einen Überblick über aktuelle sicherheitsrelevante Entwicklungen – insbesondere mit Blick auf die Herausforderungen für KMU. Dabei erläuterte er aktuelle regulatorische Entwicklungen, Bedrohungsszenarien sowie nationale Initiativen im Bereich Cybersecurity. Im Jahr 2025 gingen bei der Stabsstelle insgesamt 45 sicherheitsrelevante Meldungen von wesentlichen und wichtigen Einrichtungen ein. Darüber hinaus wurden zahlreiche freiwillige Meldungen von Unternehmen registriert, was die zunehmende Sensibilisierung für Cyberrisiken unterstreicht. Valersi stellte zudem die Dienstleistungen des CSIRT.LI (Computer Security Incident Response Team Liechtenstein) vor. Dieses unterstützt Unternehmen und Organisationen unter anderem mit einem Warn- und Informationsdienst sowie mit spezifischen Schwachstellenhinweisen. Gerade für KMU stellt das Angebot eine wichtige Unterstützung dar, um frühzeitig auf neue Bedrohungen reagieren zu können und die eigene Cyber-Resilienz zu stärken.
Impulse aus der Praxis
Manuel Pfiffner, CEO sl.one, sowie Simon Schneiter, Head GRC & IT Security Consulting bei ensec AG, stellten anschliessend ihre Unternehmen kurz vor. In einem moderierten Dialog diskutierten sie zentrale Themen wie Business Continuity Management, Human Risk und Security Awareness, Endpoint Security – von EDR bis SOC – sowie die Implikationen generativer KI für die Unternehmenssicherheit. Dabei teilten sie praxisnahe Einblicke aus Projekten mit KMU und grossen Unternehmen. Deutlich wurde: Die grundlegenden Prinzipien der Cybersicherheit sind unabhängig von der Unternehmensgrösse ähnlich – Unterschiede bestehen vor allem in der Komplexität, den verfügbaren Ressourcen und der organisatorischen Umsetzung. Besonders intensiv wurde die Rolle des Menschen als potenzieller Risikofaktor, aber auch als wichtigste Verteidigungslinie diskutiert. Auch der zunehmende Einfluss generativer KI auf Angriffs- und Verteidigungsszenarien stiess auf grosses Interesse.
Interaktive Vertiefung durch das Publikum
Der zweite Teil des Workshops war bewusst interaktiv gestaltet. Per Live-Voting bestimmten die Teilnehmenden, welche Themen vertieft diskutiert werden sollten. Die drei meistgenannten Themen – Netzwerksicherheit, Informationssicherheit in Projekten sowie Third Party Risk Management wurden anschliessend von Manuel Pfiffner und Simon Schneiter gemeinsam vertieft.

Die Diskussion zeigte, dass viele Organisationen mit ähnlichen Fragestellungen konfrontiert sind, unabhängig von Branche oder Unternehmensgrösse. Gleichzeitig wurde deutlich, dass pragmatische, priorisierte Sicherheitsmassnahmen im Alltag oft wirksamer sind als isolierte Einzelinitiativen.
Beim anschliessenden Apéro nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum intensiven Austausch.
Downloads:
Cyber-Bedrohungen sind real – auch in Liechtenstein.pdf, Michael Valersi, Stabsstelle Cyber-Sicherheit
Praxis Tipps: Business Continuity Management, Human Risk/Security Awareness, Endpoint Security, KI & Unternehmenssicherheit.pdf, Manuel Pfiffner, sl.one, Simon Schneiter, ensec AG








