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Boardmeeting bei b_smart: Austausch, digitale Geschäftsmodelle und KI für Führungskräfte

Rund 30 Boardmitglieder von digital-liechtenstein.li trafen sich am 10. Juni 2026 im b_smart Hotel in Bendern. Im Mittelpunkt standen der persönliche Austausch innerhalb des Netzwerks, aktuelle Aktivitäten der Initiative, spannende Einblicke in das digitale Geschäftsmodell von b_smart sowie Impulse zur Rolle von Führungskräften im Umgang mit Künstlicher Intelligenz.

Boardpräsident Lothar Ritter eröffnete das Treffen mit einem kompakten Überblick über die aktuellen Aktivitäten von digital-liechtenstein.li. Dabei zeigte er auf, wie stark sich das Netzwerk in den vergangenen Monaten weiterentwickelt hat. Mittlerweile zählt digital-liechtenstein.li über 70 Mitglieder. Mit diesem Wachstum gewinnt auch der persönliche Austausch innerhalb des Boards weiter an Bedeutung. Das Treffen wurde deshalb bewusst genutzt, um neue Kontakte zu knüpfen, bestehende Verbindungen zu vertiefen und gemeinsame Themen sichtbar zu machen. Zudem gab Lothar Ritter einen Ausblick auf die Weiterentwicklung der Digitalen Roadmap für Liechtenstein und stellte kurz ausgewählte Schwerpunkte in den Bereichen Future Skills, Cybersecurity sowie die geplante Neuauflage des Digital Leaders Magazins vor.

Marco Weishaupt, Gründer und Verwaltungsrat von b_smart, und Bernhard Zindel, CTO von b_smart, gaben anschliessend Einblicke in ein Geschäftsmodell, das digitale Transformation sehr konkret erlebbar macht. Eine zentrale Erkenntnis: Innovative Lösungen entstehen oft dann, wenn bestehende Technologien anders genutzt werden, als ursprünglich vorgesehen. Genau das zeigt b_smart mit seinen Self-Service-Hotels an weniger urbanen Standorten, an denen sich klassisch geführte Hotels wirtschaftlich häufig nicht mehr lohnen. Mit konsequentem Ausprobieren, digitalen Lösungen und einer Kultur des «Vorwärts-Scheiterns» hat b_smart ein Modell entwickelt, das einen eigenen Markt geschaffen hat. Die Einblicke lösten eine angeregte Diskussion über digitale Geschäftsmodelle, Skalierbarkeit, Automatisierung und die praktische Umsetzung von Digitalisierung aus.

Zum Abschluss des offiziellen Teils setzte Assoc. Prof. Dr. Benjamin van Giffen von der Universität Liechtenstein mit seinem Impuls «KI für Führungskräfte» einen weiteren starken Akzent. Anhand von drei Thesen zeigte er auf, wie sich die Rolle von Führungskräften im Umgang mit intelligenten Systemen verändert. Dabei wurde deutlich, dass KI nicht nur als technisches Werkzeug oder Effizienzhebel verstanden werden sollte, sondern zunehmend strategische Fragen aufwirft: Wie werden KI-Anwendungen sinnvoll in Organisationen integriert? Welche Verantwortung tragen Unternehmen beim Einsatz intelligenter Systeme? Und welche Kompetenzen braucht Führung, um technologische Möglichkeiten in konkrete Wirkung zu übersetzen? Benjamin van Giffen machte deutlich, dass erfolgreiche KI-Nutzung nicht allein von Technologie abhängt, sondern wesentlich davon, wie Führungskräfte Orientierung geben, Mitarbeitende befähigen und klare Rahmenbedingungen schaffen. Sein Beitrag regte dazu an, KI als Führungsaufgabe zu verstehen und den verantwortungsvollen Einsatz intelligenter Systeme aktiv zu gestalten.

Nach dem offiziellen Teil stand die persönliche Vernetzung im Mittelpunkt. Beim Apéro riche nutzten die Boardmitglieder die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Verbindungen im Netzwerk zu knüpfen und die diskutierten Themen in persönlichen Gesprächen weiterzuführen.

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