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Workshop

Blockchain als Innovationstreiber für den Standort Liechtenstein

Am 24. Februar fand im Technopark Liechtenstein der Workshop «Neue Geschäftsmodelle dank Liechtensteins Blockchain-Gesetzgebung» statt. Rund 40 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft nutzten die Gelegenheit, sich vertieft mit den regulatorischen Rahmenbedingungen und konkreten Anwendungsfällen im Blockchain-Bereich auseinanderzusetzen.

Klarer Rechtsrahmen schafft neue Möglichkeiten

Boardmitglied Thomas Nägele von NÄGELE Rechtsanwälte gab einen kompakten Überblick über die liechtensteinische Blockchain-Gesetzgebung und deren praktische Relevanz für Unternehmen. Dabei wurde aufgezeigt, wie der regulatorische Rahmen Rechtssicherheit schafft und gleichzeitig Innovation ermöglicht.

Liechtenstein positioniert sich mit seiner fortschrittlichen Gesetzgebung als attraktiver Standort für Tokenisierung, digitale Vermögenswerte und neue Wertschöpfungsmodelle. Unternehmen erhalten eine verlässliche Grundlage, um innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und regulatorisch sauber umzusetzen.

Gerade im Spannungsfeld zwischen Innovation, Compliance und internationaler Anschlussfähigkeit bietet Liechtenstein klare Vorteile. Thomas Nägele machte deutlich, dass regulatorische Klarheit ein entscheidender Erfolgsfaktor für nachhaltige Blockchain-Geschäftsmodelle ist.

LTIN: Vernetzte Ökosysteme für digitale Innovation

Im Anschluss stellte Marc Degen, Verwaltungsrat der Telecom Liechtenstein, das Liechtenstein Trust Integrity Network (LTIN) vor. Ziel des Netzwerks ist es, Ökosysteme miteinander zu verbinden und einen vertrauenswürdigen, interoperablen Raum für digitale Transaktionen und Innovationen zu schaffen.

LTIN soll Unternehmen und Institutionen ermöglichen, digitale Vorhaben effizient zu entwickeln, zu testen und zu skalieren. Durch gemeinsame Standards und technische Infrastrukturen wird die Basis für neue Geschäftsmodelle geschaffen, die über einzelne Organisationen hinausgehen.

Im Rahmen des LTIN arbeiten mehrere Partner gemeinsam an Initiativen, um konkrete Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle zu eruieren. Erste Initiativen sind bereits in der Umsetzung: Dazu gehören eine Plattform, die rechtlich anerkannte digitale Identitäten mit Wallets und Smart Contracts verbindet, eine regulierte Kontrollschicht für Stablecoins über verschiedene Blockchains hinweg und eine Sammler-Community, um Vermögenswerte wie Kunstwerke oder exklusive Fahrzeuge in Tokens zu überführen.

Praxisperspektive aus dem Krypto-Finanzbereich

Yves Holenstein, Head Custody & Staking bei Bitcoin Suisse, ordnete das LTIN aus Sicht eines führenden Krypto-Finanzdienstleisters ein. Er zeigte auf, welche Chancen sich insbesondere in den Bereichen Verwahrung, Staking und institutionelle Blockchain-Anwendungen ergeben.

Beim anschliessenden Networking-Apéro nutzten die Gäste die Gelegenheit, die Inhalte zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und mögliche Kooperationen zu prüfen..

Download Präsentationen:
Liechtensteins TVTG, Thomas Nägele, NÄGELE Rechtsanwälte
Bitcoin Suisse x LTIN, Yves Holenstein, Bitcoin Suisse

Mehr erfahren:
LTIN – Liechtenstein Trust Integrity Network
Finnews.ch: Liechtenstein lanciert Blockchain-Infrastruktur für Europa und die Welt
Interview Telecom Liechtenstein: «Wir werden viel Geld investieren, um die Mobile-Netzqualität zu verbessern»


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